JHK

Vorlesungen im Rahmen von "Liszt, the Progressive"

(wenn nicht anders angegeben Klasse 101, Dauer ca. 1 Stunde):

  • Di, 10.5., 10:00: Gerhard Winkler: Liszt und das Burgenland
  • Di, 10.5., 14:30: Stanislaw Tichonow: Czernys Schüler
  • Mi, 11.5., 9:30: Lis Malina, Alexander Mayr: Liszts Liedschaffen
  • Mo, 16.5., 10-13: Gerd Hecher: Der Klavierbau im 19. Jahrhundert (Vortrag mit praktischen Ausprobieren mit Klavieren seiner Sammlung; Fröbelgasse 21, 1160 Wien)
  • Di, 17.5., 9:00: Ludger Lohmann: Die Quellenlage der großen Orgelwerke von Liszt
  • Di, 17.5., 10:00: Pierluigi Puglisi: An approach to Liszt’s last pieces
  • Mi, 18.5., 9:00: Ivan Buffa: Franz Liszt und seine Bedeutung für das deutschsprachige Liederschaffen Béla Bartóks und Alexander Albrechts
  • Do, 19.5., 9:00: Antonio Simón: Liszt in Spain. The Iberian tour and the ‘Spanish-inspired’ works

 

 

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Liszt, the Progressive: 10.05.2011 - 21.05.2011

Im Mittelpunkt des dritten Jahres steht, dem übergeordneten Motto des Intensiv-Programms entsprechend, der diesjährige Jahresregent als „Liszt, the Progressive“. Ähnlich wie bei Haydn ist man sich in der allgemeinen Rezeption auch bei Liszt der innovativen Bedeutung seines Schaffens kaum bewusst.

 

„Das erneute Studium Liszts (…) führte mich über manche mir weniger sympathische Äußerlichkeiten zum Kern der Sache: es erschloß sich mir die wahre Bedeutung dieses Künstlers: ich empfand bei ihm viel größeren Genius als bei Wagner und Strauss.“
„Ich glaube, dass die Bedeutung Liszts für die Weiterentwicklung der Musik größer ist als die Wagners.“ - (B. Bartók)

 

Seine kühnen harmonischen Experimente beeinflussten nicht nur R. Wagner nachweislich (Wagner gesteht 1859 ein: „So gibt es vieles, was wir unter uns gern zugestehen, z. B. dass ich seit meiner Bekanntschaft mit Liszts Kompositionen ein ganz anderer Kerl als Harmoniker geworden bin, als ich vordem war") und ließen ihn „Liszts Werk wie einen Steinbruch brauchbarer Motive plündern" (siehe z. B. Tristan, Parsifal, Tannhäuser), sondern nehmen in manchen seiner Kompositionen bereits die Klangwelt des Impressionismus voraus.

 

„Ich gönne dir, lieber Franz, diese Musik nicht. Sie ist uns so weit voraus, dass niemand in dieser Zeit sie begreifen wird. Aber ich habe sie begriffen. Ich sage dir, dass sie alle Musik künftig beeinflussen wird. (…) Ich bin ärgerlich, dass Du dieses komponiert hast: Du gehst über all das hinaus, was in mir ist…!“ (R. Wagner)

 

Die Verwendung von „Volksmusik“ als Kompositionsmaterial (z. B. die „Zigeunertonleiter“) und die daraus resultierenden Erweiterungen des melodischen und harmonischen Systems, führt in Folge direkt zu B. Bartók und weist noch darüber hinaus: „Übrigens lassen wir die ungarische [Tonleiter] – auch sie wird bald erschöpft sein. Mit den abendländischen Systemen ist nicht mehr zu rechnen. Ich bin überzeugt, dass der Viertelton an die Reihe kommt – ein Vierteltonsystem – verlassen Sie sich darauf!"
„Bald wird man das [musikalische] System komplettieren müssen durch die Zulassung von Viertel- und Halbvierteltönen." (F. Liszt)

 

Die (nun poetisch und ideell aufgeladene) Monothematik und motivische Arbeit (Liszt empfängt unbewusst „Haydns Geist aus Beethovens Händen") hat bei Liszt auch neuartige Konsequenzen in der formalen Disposition zur Folge.

 

Die Auseinandersetzung mit diesen innovativen Impulsen Liszts auf die „Sprache der Musik", ihre ambivalente Umsetzung im Werk und ihr Einfluss auf die Entwicklung neuer Kompositionsverfahren (Skrjabin, Debussy, Schoenberg, Bartók) stehen im Zentrum des diesjährigen Intensiv-Programms.

 

 

Themen und Schwerpunkte 2011:

  • Volksmusik als Kompositionsmaterial (Klavier- und Kammermusik bzw. Lieder): Haydn – Liszt – Bartók – Neue Musik
  • Klavierlaboratorium (das Klavierstück als Experimentierfeld)
  • Wort und Klang (Lieder und Melodramen)
  • Struktur und Farbe (Orgelwerke)

 

 

Subjects and focus points 2011:

  • Folk music as composition material (piano- and chambrmusic with songs): Haydn - Liszt - Bartók - New Music
  • Pianolaboratorium (a piano piece as experiment field)
  • Word and Tone (songs and melodramas) 
  • Structure and color (organ works) 

 

 

 

Partner

Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar - Conservatoire à rayonnement régional de Boulogne-Billancourt - ArtEZ hoogeschool voon de kunsten Arnhem Enschede Zwolle - Conservatorio di Musica Arrigo Boito di Parma - Vysoká škola múzických umení v Bratislave - Conservatorio Superior de Música de Málaga - Musikhochschule Lübeck



DozentInnen

Komposition:

 

Klavier und Kammermusik:

 

Orgel:

 

Gesang:

 

Body work:

 

Übersicht über die Workshops und Seminare / Overview of workshops and seminars.

 

 

TeilnehmerInnen

(Stand / as of 2011/01/14)

 

Klavier und Kammermusik:

Alyana Abitova (Weimar)

Michael Boros (Eisenstadt)

Adam Brutovský (Bratislava)

Eva Chamilová (Weimar)

Giuseppina Coni (Parma)

Mária Hočová (Bratislava)

Patricia Ziyi Hu (Eisenstadt)

Philip Huang (Enschede)

Kum Jung-Youn (Weimar)

Théodore Lambert (Boulogne-Billancourt)

Joanna Lemiszka (Weimar)

Liu Hsin-Pei (Weimar)

Maeda Yusuke (Weimar)

Maeno Yoshie (Eisenstadt)

Irene Maldonado Rodríguez (Malaga)

Julian Milcent (Boulogne Billancourt)

Riëtte Olthof (Enschede)

Manila Santini (Parma)

Johannes Schneider (Eisenstadt)

Giuseppe Vaccaro (Parma)

Bernhard Winkler (Eisenstadt)

Junwei Xue (Enschede)

Heeyoung Yu (Eisenstadt)

 

 

Gesang:

Judit Baranyai (Eisenstadt)

Ayako Bunyoku (Eisenstadt)

Jérôme Boutillier (Boulogne-Billancourt)

Ruth García Delgado (Malaga)

Kyoko Hattori (also piano; Parma)

Li Li (Parma)

Li Xiang (Eisenstadt)

Matthias Moritz (Eisenstadt)

Charlotte Onodi (Eisenstadt)

Tamara Peters (Enschede)

Monika Pfeifer (Eisenstadt)

Rui Qi (Eisenstadt)

Hanna Reissner (Eisenstadt)

Hedwig Wilma Ritter (Eisenstadt)

Mariya Seleznyova (Weimar)

Mikkel Skorpen (Enschede)

Anouk Snellink (Enschede)

Barbara Titz (Eisenstadt)

Alexander Tremmel (Eisenstadt)

 

 

Orgel:

Domenico Barbieri (Parma)

Marco Granata (also singing; Parma)

Hugo Jiménez (Boulogne-Billancourt)

Julia Lehner (Eisenstadt)

Stefania Mettadelli (Parma)

Daniel Morales Carmona (Boulogne-Billancourt)

Matthieu Pignède (Weimar)

Peter Tiefengraber (Eisenstadt)

 

 

Komposition:

Angel Campos Mendoza (Malaga)

Eliška Cílková (Bratislava)

Àlvaro Domínguez Escalona (Malaga)

Arend Gerds (Enschede)

Matthias Leboucher (also piano; Boulogne-Billancourt)

Marián Zavarský (Bratislava)

 

 

Organisation

Regina Himmelbauer (e-mail schicken)

Assistenz: Paula Toomel (e-mail schicken)